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Tag Archives: Religion

  1. Muslime in der Schweiz: Vielfalt und gute Integration

    Nach der Annahme der Volksinitiative „Gegen den Bau von Minaretten“ am 29. November 2009 wurden im Nationalrat drei Postulate eingereicht, die aus verschiedenen Blickwinkeln mehr Informationen zur muslimischen Bevölkerung in der Schweiz verlangen. Der Bundesrat beschloss 2010, den gewünschten vertieften Informationen zur muslimischen Bevölkerung in der Schweiz mit einem Bericht Rechnung zu tragen. »

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  2. Islam-Studie: Junge Musliminnen in Österreich sind gut integriert

    In einer Studie unter 1000 Muslimen in Österreich zeichnen sich große Unterschiede in Traditionalität und Religiosität von Generation zu Generation ab. 16 Prozent der Männer meinen, dass ihre Frau auf jeden Fall ein Kopftuch tragen sollte. »

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  3. Freiheit, Gleichheit und Intoleranz

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    Hafez, Kai: Freiheit, Gleichheit und Intoleranz, Bielefeld: transcript Verlag, 2013

    Der Umgang mit dem Islam stellt die fundamentale Bewährungsprobe für die liberale Verfasstheit der westlichen Gesellschaften dar. Kai Hafez nimmt die erste umfassende Bestandsaufnahme der Gleichstellung, Integration und Anerkennung des Islams in Deutschland und Europa vor. Sein differenzierter Blick zeigt: Während sich die politischen Systeme langsam auf die Anwesenheit von Muslimen einstellen, bleibt die »liberale Gesellschaft« oft weit hinter ihren Ansprüchen zurück. Die »Sarrazin-Debatte« und rassistische Morde sind nur die Spitze tiefer liegender Unfähigkeiten vieler Europäer, die Globalisierung in ihre Lebenswelt zu integrieren. »

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  4. Zwischen Differenz, Solidarität und Ausgrenzung

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    Suter Reich, Virginia: Zwischen Differenz, Solidarität und Ausgrenzung, Zürich: Chronos Verlag, 2013

    Seit gut zwei Jahrzehnten setzen sich alevitische Kulturvereine für die Vermittlung ihrer kulturellen und religiösen Traditionen in der Schweiz ein. Ebenso engagieren sie sich für die öffentliche Anerkennung ihrer Glaubensgemeinschaft. Im vorliegenden Buch beschreibt die Autorin die Entstehung und Entwicklung der alevitischen Bewegung in der Schweiz und diskutiert die Bedingungen und Strategien der Inkorporation in die Gesellschaft des Landes. »

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  5. Medien verstärken „Islamisierung der Integrationsdebatte“

    Medien zeichnen ein zu negatives Bild von Muslimen. Das ist das Ergebnis einer Studie des Sachverständigenrates für Integration und Migration. Danach herrscht zwischen dem negativem Medienbild und positiver Alltagserfahrung eine große Kluft. »

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  6. Elefanten-Gott trifft Lamm

    Religiöse Menschen streiten ungern. Aber sollten sie es nicht tun, wenn sie in unserer westlichen Gesellschaft leben? In Bern versuchen acht Weltreligionen, es zu lernen. »

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  7. EU-Richter stärken Recht religiös Verfolgter auf Asyl

    Wer in seinem Heimatland wegen der Ausübung seiner Religion verfolgt wird, hat Anspruch auf Asyl in der EU – jedenfalls dann, wenn die zu befürchtenden Übergriffe «gravierend» genug sind. Dieses Urteil fällte der Europäische Gerichtshof (EuGH) am Mittwoch in Luxemburg (Rechtssachen C 71/11 und C 99/11). »

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  8. Bundesgericht: keine Ausnahmen beim Schwimmunterricht

    Schulpflicht und Integration sind wichtiger als religiöse Gebote. Das Bundesgericht hat eine Busse für ein Elternpaar bestätigt – es sieht die Religionsfreiheit nicht beeinträchtigt. »

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  9. Jugend, Migration und Religion

    In diesem Buch werden aktuelle Studien der kultur- und sozialwissenschaftlichen Jugendforschung im Kontext von Religion und Migration vorgestellt. Die qualitativen Forschungen in der Schweiz und Deutschland veranschaulichen, was es für Kinder und Jugendliche bedeutet, mit natio-ethno-kultureller Mehrfachzugehörigkeit umzugehen bzw. als Andere festgeschrieben zu werden.

    Nomos Verlag: Jugend, Migration und Religion

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  10. Etude: religion, Etat et société

    Au cours des dernières années, une schématisation consistant à présenter les musulmans comme un danger pour la Suisse s’est opérée. Une étude du Programme national de recherche «Collectivités religieuses, Etat et société» (PNR 58) a mis en évidence trois raisons à cette évolution: les attentats terroristes à l’étranger, le calcul politique des partis populistes de droite, ainsi que la tendance des médias à la polarisation et à la généralisation.

    FNS: PNR 58, rapport final

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  11. Studie: Integrationsverhalten von Türken in Deutschland

    In der aktuellen Studie der Meinungsforschungsinstitute INFO GmbH (Berlin) und Liljeberg Research International Ltd. Sti. (Antalya/Türkei) werden 1.003 türkischstämmige Personen zum Thema Integration von Türken in Deutschland befragt. Ihr Fazit: ”Mit der vorliegenden Studie müssen einige der scharfen Auseinandersetzungen in der jüngsten Vergangenheit relativiert werden, insbesondere im Hinblick auf Integrationsbereitschaft und Integrationsfähigkeit der Türken in Deutschland”

    Mehr bei INFO GmbH

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  12. Kein Verhüllungsverbot in der Schweiz

    Die Staatspolitische Kommission (SPK) des Ständerates lehnt eine Standesinitiative des Kantons Aargau ab, welche die teilweise oder vollständige Verhüllung des Gesichts verbieten möchte. Die Verhüllung aus religiösen Gründen stellt in der Schweiz kein wirkliches Problem dar. Ein Vermummungsverbot gegenüber Demonstranten besteht bereits in verschiedenen Kantonen, ist aber in der Praxis teilweise schwer durchsetzbar.

    Mehr bei der SPK

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  13. Muslime und Medien

    Das Pilotforschungsprojekt “Muslims in the European Mediascape” hat das Mediennutzungsverhalten von Muslimen in Deutschland, Frankreich und Grossbritannien untersucht und dabei verschiedene Trends identifiziert, die Aufschluss über die Wahrnehmung und den Konsum von Massen- und Minoritätsmedien und deren Auswirkung auf den sozialen Zusammenhalt in den untersuchten Ländern geben.

    Die Analyse erfolgte aufgrund von über 100 Interviews mit Medien-Konsumenten und Medien-Fachleuten. Sie wird ergänzt durch ein Set von Empfehlungen für die Praxis, die Politik und Wissenschaft.

    Das Projekt wurde vom Londoner Institute for Strategic Dialogue durchgeführt, von der Vodafone Stiftung Deutschland finanziert und erstmals im September 2009 bei der internationalen Medienkonferenz M100 Sanssouci Colloquium in Potsdam der Öffentlichkeit vorgestellt.

    Die vollständige Studie (E)

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  14. Minarette integrieren!

    by Simon Röthlisberger

    Simon Röthlisberger

    Simon Röthlisberger

    Die Initiative „Gegen den Bau von Minaretten“ will die Ausbreitung und die Sichtbarkeit des Islams unterbinden. Dabei verkennen die rechtskonservativen und evangelikalen Kreise, dass Menschen muslimischer Religion sehr oft schon seit Jahrzehnten hier leben und arbeiten. Sie sind Teil der Gesellschaft. Übrigens sind viele Schweizer Bürgerinnen und Bürger und damit nicht einmal mehr „Ausländer“. Die Frage ist also, wie die Schweiz mit ihrer multireligiösen Wirklichkeit umgeht.

    Die Minarettinitiative ist Ausdruck einer doppelten Diskriminierung einer bestimmten Bevölkerungsgruppe: Die Mehrheit der Musliminnen und Muslime in der Schweiz kommt aus dem ehemaligen Jugoslawien. Und es sind genau diese Einwanderer, die seit Jahren mit Vorurteilen konfrontiert werden. Die Initiative ist ein weiterer Akt der Diskriminierung, der das Gegenteil von Integration bewirkt.

    Weshalb hat die Sichtbarkeit muslimischer Glaubensgemeinschaften Einfluss auf die Integration ihrer Mitglieder in der Schweiz? Wer einer Gemeinschaft angehört, die möglichst unsichtbar bleiben muss, der kann sich unmöglich akzeptiert fühlen. Wer nicht akzeptiert wird, kann sich nicht als Teil der Gesellschaft begreifen. Und wer nicht Teil der Gesellschaft ist, ist nicht integriert.

    Religionsgemeinschaften sind einerseits Orte, wo Glaube gelebt wird, andererseits bieten sie ihren Mitgliedern die Möglichkeit, soziale Kontakte zu knüpfen. Solche Netzwerke sind essenziell, um das Leben in der Fremde zu organisieren und beispielsweise Arbeit oder eine Wohnung zu finden.

    Religionsgemeinschaften haben also einen gesamtgesellschaftlichen Nutzen. Zur Stärkung dieser integrativen Funktion müsste der rechtliche Schutz islamischer Gemeinschaften erweitert werden. Berechtigt ist deshalb die Forderung islamischer Gemeinschaften im Kanton Luzern, eine öffentlich-rechtliche Anerkennung durch den Staat zu erlangen. Je nach Kanton sind auch andere Formen der staatlichen Anerkennung denkbar. Dadurch werden die zivilgesellschaftliche Einbettung, die Transparenz und die demokratischen Funktionsweisen gefördert.

    Die Debatte über die öffentliche Anerkennung von weiteren Religionsgemeinschaften als die Landeskirchen steht erst am Anfang. Die Minarettinitiative zielt hingegen komplett in die Gegenrichtung: Anstatt der Integration wird die Desintegration muslimischer Glaubensgemeinschaften und ihrer Mitglieder als Prinzip in der Bundesverfassung angestrebt. Solche Ausschlussprozesse einer auch zahlenmässig bedeutenden Bevölkerungsgruppe haben negative Auswirkungen auf den Zusammenhalt der gesamten Gesellschaft.

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  15. Imame lernen “österreichische Werte”

    Ende November startet der Lehrgang “Muslime in Europa” an der Uni Wien. 60 Anmeldungen sind für die 30 Plätze eingegangen. Es ist die erste maßgeschneiderte Uni-Weiterbildung für Imame in Österreich, die am 20. November an der Uni Wien starten wird. Ziel ist nicht die theologische Ausbildung der Prediger, sondern eine Schulung in “österreichischen Strukturen und den Grundwerten der Gesellschaft”. Menschenrechte, die Trennung von Kirche und Staat und die Gleichstellung von Frau und Mann seien wichtige Aspekte der Schulung.

    Mehr beim Standard

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  16. Ausbildung von Imamen in Deutschland soll 2010 beginnen

    Das deutsche Bundesland Niedersachsen will muslimische Geistliche vom kommenden Jahr an ausbilden und damit bundesweit Neuland betreten. Bisher kämen die Imame – die Vorbeter in muslimischen Gemeinden – meist aus der Türkei, blieben nur drei Jahre und seien schlecht integriert, sagte Innenminister Uwe Schünemann (CDU) in Hannover. Eine Imam-Ausbildung an deutschen Hochschulen sei für eine bessere Integration von Muslimen von enormer Bedeutung. Auch solle mit der Ausbildung deutschsprachiger Geistlicher die Gefahr von Hasspredigten in Moscheen eingedämmt werden. Laut Schünemann will die Universität Osnabrück zum Wintersemester 2010 einen entsprechenden Weiterbildungs-Studiengang anbieten.

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  17. Rat der Religionen gegen Minarett-Initiative

    Der Schweizerische Rat der Religionen (SCR) lehnt die Minarett-Initiative entschieden ab. Der SCR setzt auf Integration statt Ausgrenzung. Er ruft dazu auf, die Integration der islamischen Gemeinschaften in der Schweiz mit konkreten Massnahmen aktiv zu fördern.
    Mehr beim SEK

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