Bundesrat erachtet Schweizer Islamzentrum als «sinnvoll»

Das Zentrum für Islam und Gesellschaft (SZIG) in Freiburg würde am 13. Juni offiziell eingeweiht. Der Bundesrat erachtet das Zentrum als sinnvoll. Dieses biete Weiterbildungsmöglichkeiten für Imame, die in der Schweiz tätig sind.

Aufgrund der Rolle von Imamen und anderen Verantwortlichen für die religiöse Führung und die Integration von Ausländern hält es der Bundesrat für wichtig, Weiterbildungsmöglichkeiten für Imame zu schaffen. In seiner Antwort vom 3. Juni auf eine Interpellation von Nationalrätin Rosmarie Quadranti  von der Bürgerlich-Demokratischen Partei Schweiz (BDP) erachtet er die Schaffung institutionalisierter Weiterbildungsmöglichkeiten für muslimische Betreuungspersonen für sinnvoll.

Das Zentrum hat seine Arbeit bereits im Januar aufgenommen. Zweck der Einrichtung ist, Themen des Islam in einer säkularen europäischen Umgebung wissenschaftlich zu beleuchten. Das Zentrum wurde auf Anregung des Bundesrats gegründet. Eine Arbeitsgruppe unter der Leitung des Rektors der Universität Basel, Antonio Loprieno, entschied sich für den Standort Freiburg.

Das Islamzentrum ist verwaltungstechnisch in die katholisch-theologische Fakultät eingebunden, soll aber fakultätenübergreifend arbeiten. Es steht muslimischen wie nichtmuslimischen Studierenden offen und soll eigenen Angaben zufolge als Kompetenzzentrum von nationaler Bedeutung fungieren. Leiter sind der christliche Theologe Hansjörg Schmid und der muslimische Theologe Serdar Kurnaz. Beide stammen aus Deutschland.

Eröffnungsfeier in Freiburg
An der Eröffnungsfeier nehmen laut der Mitteilung des Zentrums unter anderen die Rektorin der Universität Freiburg, Astrid Epiney, der Staatssekretär für Bildung, Forschung und Innovation Mauro Dell’Ambrogio und Jean-Pierre Siggen, Staatsrat des Kantons Freiburg, teil. Darüber hinaus findet ein Runder Tisch statt zum Thema «Muslime in der Schweiz: Möglichkeiten zivilgesellschaftlicher Partizipation». An diesem sind die beiden Leiter des Zentrums sowie der Kirchenrechtler René Pahud de Mortanges und die Religionswissenschaftlerin Mallory Schneuwly-Purdie beteiligt. (gs)

Quelle: kath.ch/

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