Elsbeth Steiner
Sie spielt Basketball. Und sie spielt gut, ist schnell und gewandt. Die 19-jährige Luzerner Gymnasiastin, deren Eltern aus dem Irak eingereist sind, ist ein Musterbeispiel erfolgreicher Integration: nicht nur, aber auch wegen des Sports. Die junge Frau macht nicht nur auf dem Spielfeld von sich reden, sie engagiert sich auch im Vorstand des Sportclubs.
Eine Erfolgsgeschichte! Es wäre eine Erfolgsgeschichte – wenn das Kopftuch nicht wäre. Denn die talentierte Basketballerin trägt aus religiöser Überzeugung Kopftuch. Und weil der internationale Basketballverband das Tragen von religiösen Zeichen auf dem Feld verbietet, wurde sie vor die Wahl gestellt: Kopftuch oder Spielberechtigung? Sie hat sich für das Kopftuch entschieden.
Sport oder Religion? Es ist schade, dass eine junge emanzipierte Frau eine solche Entscheidung treffen muss. Sie trägt ihr Kopftuch, weil sie dies will, nicht weil ihre Familie sie dazu zwingt. Das zeigt ihre jüngere Schwester, die ihr Haar offen zeigt.
Hier ein Vorschlag für einen Kompromiss, den der Sportverband eingehen könnte: Die Spielerin trägt ja auf dem Feld nicht ein Kopftuch, sondern eine Kappe. Diese muss man nicht unbedingt als religiöses Symbol sehen. Man könnte sie auch als Alternative zum Haarband sehen, das andere Sportlerinnen tragen.
Denn niemand legt seine religiöse Überzeugung in der Garderobe ab. Und religiöse Zeichen auf Sportplätzen sind gang und gäbe. Achten Sie bei der nächsten Fussballübertragung darauf, wie die Spieler einlaufen. Manch einer, manchmal die Mehrheit eines Teams, bekreuzigt sich beim Betreten und sogar neustens beim Verlassen des Spielfeldes. Und dies vor einem Millionenpublikum am Bildschirm.
Meinungen / Opinions
Criminels – étrangers – intégration: un lien discutable
Kein Sozialversicherungs-
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Dangereux: flirter avec les limites de l’acceptable
Religion als Staatsangelegenheit
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Sport oder Religion? Eine unzulässige Frage
Bei diesen Beiträgen handelt es sich um persönliche Meinungen der Autorinnen und Autoren. Sie müssen mit der Meinung der EKM nicht übereinstimmen.
Ces contributions sont des opinions personnelles des auteurs. Elles ne doivent pas correspondre à l'opinion de la CFM.
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Als “Gottmar” Hitzfeld sich bekreuzigte, hat am nächsten Tag auch niemand lamentiert, er solle sich zwischen Sport und Religion entscheiden. Ich finde diese Diskussion zum lachen… und zum weinen.
Wer das Kopftuch trägt, weiss wieso und worauf er sich einlässt…
Sport sollte Sport bleiben und keine Demonstartion irgendeiner Ueberzeugung oder Weltanschaung. Ich bin dort ebenfalls für Toleranz Zero und gegen Kopftuch.
Ein Bekreuzigen ist damit wohl nicht zu vergleichen.
Fürs friedliche Zusammenleben ist es ebne ab und an nötig seine Meinung etwas zurückzuschrauben um nicht andere zu provozieren.
Dies geschieht ja schon genug auch ohne Religionsbekenntnisse…
Wobei für manche ja Fussball auch ein Art Religion ist…
nein, nein und nochmals nein.
Sogar die Eltern dieser jungen “emanzipierten” Frau wollten nicht, dass sie das Kopftuch trägt und sie trug es bis vor knapp 2 Jahren auch nie! Sie hat sich einfach so vom einen auf den anderen Tag dafür entschieden und es ist auch absolut richtig, dass sie dieses Kopftuch im Sport nicht tragen darf. Ich möchte ja mal sehen was passieren würde, wenn ich christliche Dinge in den Irak mitbringe und dort durchsetzen möchte, was würde wohl mit mir passieren?
Von daher nein, absolut richtig, dass sie sich entscheiden muss, Punkt.