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  1. Ausländerstimmrecht bald auch in Basel-Stadt?

    Der Regierungsrat von Basel-Stadt ist dafür, das aktive Stimm- und Wahlrecht für Ausländerinnen und Ausländer einzuführen, weil es sich integrationsfördernd auswirken würde. Er will aber nicht so weit gehen wie die Initiative “Stimmrecht für Migrantinnen und Migranten”, welche es ermöglichen würde, dass Zugezogene in öffentliche Ämter gewählt werden können. Er legt deshalb einen entsprechenden Gegenentwurf vor.

    Für den Erhalt der Stimmberechtigung soll ein Wohnsitz in der Schweiz von zehn Jahren und einer in Basel von fünf Jahren erforderlich sein.

    Mehr bei bs.ch

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  2. Integrationspolitik macht einen Unterschied

    Der politisch-rechtliche Status von Migranten beeinflusst die Bildungschancen – der deutsche Pass etwa hat den Aussiedlern die Integration erleichtert.

    Flüchtlinge bilden unter den Migranten in Deutschland eine besonders benachteiligte Gruppe. Aussiedlern hingegen hat die deutsche Staatsbürgerschaft den Zugang zu Fördermaßnahmen ermöglicht, die zu erheblichen Bildungserfolgen geführt haben. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB).

    Mehr beim Migazin

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  3. Weniger Asylsuchende in den Industriestaaten

    Die Vorstellung, dass immer mehr Asylsuchende in die reichsten Länder kommen, «ist ein Mythos», sagte der Uno-Hochkommissar für das Flüchtlingswesen bei der Präsentierung des UNHCR-Jahresberichts am 23. März. Behauptungen gewisser Populisten zum Trotz zeigten die Statistiken, dass die Zahlen stabil geblieben seien.

    Im Vergleich zum Vorjahr ist die Anzahl Asylsuchender in 44 Industrieländern mit 377’200 Anträgen unverändert geblieben. Im Rekordjahr 2001 wurden 620’000 Gesuche registriert.  Regional gibt es laut UNHCR aber grosse Unterschiede. So ist die Anzahl Gesuche in 19 Ländern gestiegen, während in 25 anderen Ländern weniger Gesuche verzeichnen. In der Europäischen Union ist die Anzahl Gesuche um 3 Prozent gestiegen. (newsnetz)

    Mehr beim UNHCR

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  4. Deux jeunes sans-papiers prennent la parole

    Alors que le débat sur l’accès à l’apprentissage pour les clandestins prend un tour polémique à Genève, deux d’entre eux ont accepté de témoigner des difficultés de leur quotidien dans le journal Le Temps. Leurs cas, selon le syndicat SIT, sont symptomatiques de la réalité du terrain.

    L’Algérien Kimo, 19 ans, vient d’obtenir le permis qui lui permettra de décrocher un apprentissage. Un soulagement, après avoir été désœuvré pendant deux ans.

    Deux ans sans rien faire, c’est long. Surtout pour un ado qui en veut. Depuis qu’il a terminé la scolarité obligatoire et son complément de formation à l’Ecole de commerce, Kimo, 19 ans, a pourtant été bien obligé d’attendre. Le jeune Algérien avait trouvé une place d’assistant dans une pharmacie où il a fait un stage de deux mois. La patronne était prête à l’engager parce que, comme d’habitude, il avait tu sa situation de sans-papiers. Mais quand elle a su, «elle ne pouvait pas me garder». Il a dû renoncer à l’école où il était inscrit. Lire plus

    La Brésilienne Tatiana, 22 ans, se battra pour rester et exercer son métier dans l’hôtellerie. Arrivée à Genève à 14 ans, elle n’a toujours pas de permis.

    Tous les jours depuis six ans, elle guette le fameux coup de fil. Celui qui lui annoncera sa sortie du monde des sans-statut. Le temps presse. Tatiana, 22 ans, terminera son apprentissage dans l’hôtellerie genevoise en mai, et à partir là, elle n’aura plus de perspective. Sans permis, l’avenir est sombre pour la pétillante jeune femme. La Suisse a entrouvert la porte de la légalité à la Brésilienne en la laissant aller au bout de son certificat fédéral de capacité, mais les grands hôtels qui la font rêver n’embaucheront jamais la clandestine. Lire plus

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  5. Genève: interdire aux étrangers l’accès à des fonctions d’autorité

    L’engagement prévu de trois frontaliers comme auxiliaires de police a fait bondir le Mouvement Citoyens genevois. La perspective de voir entrer trois frontaliers au sein du personnel auxiliaire de la police va entraîner, a promis le député Eric Stauffer sur les ondes de Radio Cité, le dépôt d’un projet visant rien de moins que l’interdiction constitutionnelle d’engager des étrangers pour toute fonction d’autorité.

    Le débat n’est pas nouveau. Il rebondit aujourd’hui en lien avec une actualité très particulière, qui ne concerne pas directement le métier de policier, mais qui se rapporte aux assistants de sécurité. Ces derniers sont déjà 112 à officier comme auxiliaires chargés du convoyage de détenus, de la surveillance du trafic ou de la gestion des appels. Ce personnel, parfois doté d’un pouvoir d’autorité, peut être armé et en uniforme lorsqu’il s’agit, par exemple, de transporter des prévenus ou d’assurer la garde statique des ambassades.

    Lire plus Le Temps

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  6. Genève: engager des apprentis sans statut légal

    Après le succès de sa proposition en faveur de la formation des jeunes sans papiers au Conseil national, le PDC revient à la charge au plan genevois. Plus précisément au Conseil municipal de la Ville de Genève, où le groupe démocrate-chrétien va déposer une motion enjoignant l’exécutif d’aller de l’avant dans sa volonté d’engager des apprentis sans statut légal.

    «Nous ne cherchons pas à passer en force. Il s’agit d’utiliser les possibilités actuelles offertes par la loi», soutient la conseillère municipale Anne Caron-Cescato. La proposition concerne les jeunes ayant accompli leur scolarité à Genève. «On parle de personnes dont les parents effectuent un travail si utile à notre économie depuis des années. Il n’y a aucun privilège.»

    Lire plus Le Courrier

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  7. Deutschland braucht “Lehrkräfte als Vorbilder gelungener Integration”

    Rund 30 Prozent der Kinder und Jugendlichen zwischen 5 und 15 Jahren in Deutschland haben einen Migrationshintergrund. Demgegenüber liegt der Anteil von Lehrkräften mit Migrationshintergrund bei geschätzten 1 bis 2 Prozent. Lehrkräfte mit Migrationshintergrund sind für Schüler und Eltern mit Zuwanderungsgeschichte jedoch besonders glaubwürdige Partner bei der Integration. Deshalb sei es wichtig, die Zahl dieser Lehrkräfte zu erhöhen. Wie dies am besten gelingt, diskutierten Experten beim ersten bundesweiten Kongress  “Lehrkräfte mit Migrationshintergrund” am 8. Und 9. März in Paderborn. Dabei meinte Barbara Sommer, Schulministerin des Landes Nordrhein-Westfalen:  “Wir brauchen mehr Lehrerinnen und Lehrer mit Zuwanderungsgeschichte als Vorbilder gelungener Integration.”

    Mehr beim Migazin

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  8. CVP will “Schweizer auf Probe”

    Die CVP-EVP-GLP-Fraktion legt “Leitlinien zur Migrationspolitik” vor. Damit will sie nach eigenem Bekunden drei Ziele erreichen: Missbrauch verhindern,  individuelles Potential nutzen und die  Migrationspolitik weiterentwickeln.

    Im Asylbereich fordert die Fraktion die Abschaffung des Status “vorläufig Aufgenommene”. Stattdessen sollen diese Personen eine ordentliche Aufenthaltsbewilligung erhalten, welche “periodisch überprüft” werden sollen.

    Bei der Zulassung von Personen ausserhalb des EU-/Efta-Raums fällt auf, dass beim Familiennachzug auf möglichst frühen Zuzug der Kinder gesetzt wird. Alle Kinder unter 8 Jahren (jetzt: 12) müssten demnach innerhalb des ersten Jahres nachgezogen werden. Andererseits verlangt die CVP-Fraktion, dass alle Drittstaatsangehörigen “vor der Einreise genügend finanzielle Mittel nachweisen müssen, damit sie sich und ihre Familien unterhalten können”. Personen mit Kurzaufenthaltsbewilligungen soll künftig der Familiennachzug verwehrt sein.

    Schliesslich fordert die Fraktion eine Einbürgerungscharta (Respektierung der grundlegenen Werte der Verfassung), welche von der einbürgerungswilligen Person unterschrieben werden müsste. Verstösst sie später gegen die Charta, hätte das die “Aberkennung der Einbürgerung” zur Folge. Damit verlangt die CVP-Fraktion eine weitere Personenkategorie:  Schweizer auf Probe.

    Mehr bei der CVP

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  9. Integration: Bundesrat setzt auf “Fördern und Fordern”

    Der Bundesrat hat den Bericht zur Weiterentwicklung der Integrationspolitik des Bundes gutgeheissen. Der Grundsatz, dass Integration nicht nur gefördert, sondern auch gefordert wird, bleibt zentral.

    Der Gedanke der Integration als Querschnittaufgabe und verbindlicher Grundauftrag der zuständigen Regelstrukturen soll stärker verankert werden. Ob dies im Rahmen eines eigenen Integrationsgesetzes geschehen soll, lässt der Bundesrat noch offen. Eine früher überwiesene Motion hatte ein solches Rahmengesetz verlangt, in der Frühlingssession 2010 wurde aber eine weiterführende Motion vom Nationalrat abgelehnt.

    Eine Neuerung will der Bundesrat im Bereich der Begrüssung einführen: Alle Neuzuwandernden sollen in einem “persönlichen Gespräch” über ihre “Möglichkeiten und Chancen” wie auch über  “die an sie gestellten Erwartungen und ihre Pflichten” in der Schweiz informiert werden. (Ste)

    Mehr bei news.admin.ch

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  10. Ja zum Freizügigkeitsabkommen, nein zum Integrationsgesetz

    Über 130 Vorstösse zu migrationspolitischen Themen hat der Nationalrat in einer gedrängten Debatte am 3. März 2010 erledigt. Neben der überraschenden Annahme von zwei Vorstössen, welche jugendlichen Sans-Papiers eine Berufslehre ermöglichen wollen, erscheinen Swiss Migration News folgende Entscheide bemerkenswert:

    • Integration. Mehrere Vorstösse, welche Kenntnisse einer Landessprache und Integration als Voraussetzung für die Niederlassungsbewilligung oder die Einbürgerung verlangen, wurden angenommen. Die Forderung der FDP-Fraktion, die Integration in einem eigenen Rahmengesetz zu regeln, wurde aber abgelehnt, wenn auch knapp.
    • Freier Personenverkehr. Die Motion der SVP, welche die Kündigung des Personenfreizügigkeitsabkommens und Neuverhandlungen mit der EU fordert, ist vom Tisch. Sie wurde klar vom Nationalrat abgelehnt. Allerdings fanden einige Vorschläge, welche Anpassungen anvisieren, Zustimmung. So soll der Bundesrat neue Vorschläge unterbreiten, welche die Sozialwerke, insbesondere die Arbeitslosenversicherung, entlasten können. EU-Bürger, welche seit mehr als einem Jahr arbeitslos sind, sollen nur noch eine Verlängerung der Aufenthaltserlaubnis um ein Jahr erhalten.
    • Familiennachzug. Überraschend hat der Nationalrat einer Motion von Pius Segmüller (CVP, LU) deutlich zugestimmt. Im Rahmen des Familiennachzugs soll ein Mindestalter von 24 Jahren für Verheiratete eingeführt werden. Demnach müssten sowohl der aus dem Ausland zuziehende wie der hier lebende Ehegatte mindestens 24 Jahre alt sein. Als Grund für diese Einschränkung wird die Verhinderung von Zwangsehen aufgeführt.
    • Asylverfahren. Um die Dauer des Asylverfahrens verkürzen zu können, schlägt die SVP-Fraktion vor, nach Abschluss des erstinstanzlichen und des Beschwerdeverfahrens kein Wiedererwägungs- oder zweites Asylgesuch mehr zuzulassen. Der Nationalrat stimmt dem deutlich zu.
    • Islam. Nach der Abstimmung zum Minarettverbot waren zahlreiche Vorstösse eingereicht worden. Einige sind nun angenommen. So sollen verschiedene Berichte über Muslime und muslimische Gemeinschaften erstellt werden oder eine Plattform für wirksame Integration eingerichtet werden. Imame sollen von einem Kontrollorgan geprüft werden, bevor sie zugelassen werden.

    (Ste)

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  11. Nationalrat will Berufslehre für jugendliche Sans-Papiers

    Jugendliche, welche in der Schweiz die Schule besucht haben, obwohl sie keine gültige Aufenthaltserlaubnis haben, also Sans-Papiers sind, sollen künftig eine Berufsausbildung machen können. Diese Forderung hat der Nationalrat am 3. März 2010 unterstützt, indem er eine Motion von Luc Barthassat (CVP, GE) und eine von Antonio Hodgers (Grüne, GE) überwiesen hat. Damit steigt der Druck auf den Bundesrat, in dieser Angelegenheit nach neuen Lösungen zu suchen. Mit der Ankündigung, in der Stadtverwaltung künftig auch jugendlichen Sans-Papiers eine Lehre zu ermöglichen, hatte die Stadt Lausanne eine Woche zuvor bereits für Schlagzeilen gesorgt. Denn wer einen solchen Lehrvertrag unterschreibt, macht sich strafbar (Schwarzarbeit).

    Sollte der Vorstoss auch im Ständerat angenommen werden, wäre erstmals eine Art Globallösung für Sans-Papiers auf der politischen Agenda. Bisher haben Parlament und Regierung immer darauf beharrt, dass Sans-Papiers illegal im Land sind, und dass dies nicht belohnt werden darf. Eine Aufenthaltserlaubnis  sei nur in einzelnen Härtfällen zu erteilen. Nun scheint erstmals eine globale Lösung zumindest für Jugendliche möglich. Auf die Debatte im Ständerat darf man gespannt sein. (Ste)

    Weitere Entscheide im Nationalrat

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  12. Im Namen der Reisefreiheit

    Die Europäische Union verwechselt Einreise mit Einwanderung – und schottet sich unnötig ab.

    Für das Europa des 21. Jahrhunderts ist Reisen eine konstitutive Freiheitserfahrung. Interrail, Schnäppchenflüge und Erasmus gelten als Selbstverständlichkeiten des European Way of Life. Als dank des Abkommens von Schengen 1995 die Grenzposten zwischen den Staaten ihre Funktion verloren, war dies ein Meilenstein der europäischen Integrationsgeschichte. Der schrankenlose Reiseverkehr ist neben dem Euro der spürbarste Akt der europäischen Einigung. Facebook gibt es auf der ganzen Welt, grenzenloses Reisen nur in Europa.

    Die Grenzen aber, die das Schengener Abkommen im Innern abbaute, wuchsen nach außen. Sicherheitsbedenken – angesichts der verminderten Kontrollen im Innern durchaus berechtigt – verselbstständigten sich. Die Migrations- und Visa-Politik der EU wurde zunehmend von sicherheitspolitischen Aspekten dominiert und mündete in ein ausgefeiltes System der Abschottung, das im Mittelmeerraum katastrophal versagt. Noch immer kennt die EU keine menschenrechtlich tragfähige Antwort auf das Flüchtlingsproblem. Am Rande unseres »europäischen Traumes« des grenzenlosen Reisens herrscht der Albtraum: Seit 1995 starben an der maritimen Südgrenze der EU weitaus mehr Menschen als jemals am Eisernen Vorhang.

    Mehr bei ZeitOnline

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  13. Big rise in Afghan child migrants

    United Nations aid agencies are warning of a sharp increase in unaccompanied Afghan children applying for asylum across Europe. The latest figures from the UN refugee agency show an increase of 60% last year, with more than 6,000 under-18s seeking asylum.  Unicef says there is an urgent need to protect children migrating alone.

    In 2008, UN refugee agency figures show, 3,800 Afghans under 18 applied for asylum in Europe.  The UN believes the latest figures are the tip of the iceberg; many unaccompanied minors do not apply for asylum because they fear detention and deportation.

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